Lebenslauf

Hans-Jürgen Papier, geboren am 6. Juli 1943 in Berlin, studierte ab 1962 Rechtswissenschaft an der Freien Universität Berlin und wurde dort 1970 zum Doktor der Rechte promoviert. 1972 habilitierte er sich mit einer Arbeit über „Die finanzrechtlichen Gesetzesvorbehalte und das grundgesetzliche Demokratieprinzip: zugleich ein Beitrag zur Lehre von den Rechtsformen der Grundrechtseingriffe” an der Freien Universität Berlin.

1974 nahm Papier einen Ruf der Universität Bielefeld auf eine staatsrechtliche Professur an. In Bielefeld war er Mitbegründer und Erster Leiter des Instituts für Umweltrecht. Hier lehrte er bis 1992. Von 1992 bis 2011 war er Inhaber des Lehrstuhls für Öffentliches Recht, insbesondere Deutsches und Bayerisches Staats- und Verwaltungsrecht sowie öffentliches Sozialrecht an der Ludwig-Maximilians-Universität München.

1998 wurde Papier vom Bundestag als Richter und vom Bundesrat als Vizepräsident und Vorsitzender des 1. Senats an das Bundesverfassungsgericht berufen. Von 2002 bis 2010 war Hans-Jürgen Papier Präsident des Bundesverfassungsgerichts. Er erhielt 2003 die Ehrendoktorwürde von der Aristoteles-Universität Thessaloniki und in 2006 von der Verwaltungshochschule Speyer.

Im Jahr 2010 erhielt er das Großkreuz des Bundesverdienstordens der Bundesrepublik Deutschland und in 2011 wurde er mit dem Bayerischen Verdienstorden geehrt.

Profilbild Ombudsmann Papier

© 2017 SCHUFA Holding AG